Traditionelle europäische Heilverfahren

Das , was man heute unter Naturheilkunde versteht, hat seine Wurzeln  in dem  Erfahrungsschatz  der frühen europäischen Ärzte, von Hippokrates, Galen über Paracelsus bis Hufeland.    Erst  Mitte des 19. Jahrhunderts begann sich  mit fortschreitender Entwicklung der Technik  auch die Heilkunde  zu verändern .  Aus dem  ursprünglichen Beobachten der Lebensvorgänge  wurde  wissenschaftliche Forschung unter Einbeziehung der Erkenntnisse  aus  Chemie,  Technik  und   Physik.  Es ist bezeichnend,  dass heute von der „Medizin“ gesprochen wird,  wenn man die Wissenschaft meint, die eigentlich zur Gesundung  führen sollte.

Das Ziel aller naturheilkundlichen  Verfahren ist,  den  Menschen wieder zurück in seine angeborene Fähigkeit zur Selbstregulation zu bringen.  Die Verfahren  hierzu sind so zahlreich  wie unterschiedlich in ihrem Ansatz. Allen gemeinsam ist die Vorgabe,  nur   Maßnahmen  zu  ergreifen,  die nicht schaden  und  die den natürlichen Heilverlauf unterstützen und fördern.

Die Wiederherstellung der Fähigkeit zur Selbstregulation beinhaltet  meist als erstes eine Reinigung,  auch als Entgiften  oder Entschlacken bezeichnet. Der zweite Schritt wird dann der gezielte Aufbau eines gesunden Milieus sein  mit besonderer Berücksichtigung der geschädigten Organsysteme.

Die von mir bevorzugten naturheilkundlichen Verfahren sind:

Die Spagyrik ist eigentlich der gesamte geistig – spirituelle Hintergrund der oben beschriebenen Heilkunde. Heute wird dieser Begriff vor allem  für die besondere Herstellungsmethode von Medikamenten, eben nach den Regeln der Spagyrik,  verwendet.       

Der Aderlaß  ist ziemlich in Verruf geraten  durch die übermäßige Anwendung  in  früheren Jahrhunderten, so dass „ jemanden schröpfen und zur Ader lassen“  ja schon sprichwörtliche Bedeutung hat.  Er ist jedoch eine hervorragende Möglichkeit, die Folgen unserer Wohlstandsgesellschaft zu mildern, besonders wenn man dabei die natürlichen Lebensrhythmen  mitberücksichtigt.  Zur Ader lassen  bietet sich zu Beginn der Behandlung bei fast allen Krankheiten  an, besonders bei Bluthochdruck, Tinnitus, Schwindel  u.a.m.

Schröpfen ist eine Reflextherapie,  die über die Haut wirkt und direkt in die Regulierung des Milieus eingreift. Sie wird vor allem am Rücken an zuvor diagnostizierten Stellen oder Zonen angewendet, man kann aber auch mit Schröpfköpfen eine großflächige Massage durchführen.       

Für die Eigenblut  - Behandlung wird maximal 2ml Blut aus der Armvene entnommen und  in den Gesäßmuskel zurückgespritzt.  Die Behandlung mit Eigenblut ist eine Umstimmungstherapie, das heißt,  sie regt das  körpereigene Abwehrsystem auf Grund der im Blut enthaltenen Informationen bezüglich Zusammensetzung  oder Fremdstoffen zu entsprechender  Leistung an. Man kann sich das so vorstellen,  als ob man der Selbstregulation einen Spiegel vorhält, an dem sie sich orientieren kann.  Angewendet wird  die Eigenblutbehandlung  sowohl bei akuten Erkrankungen,  wie beispielsweise  Erkältungen  oder grippalen  Infekten  als auch bei chronischen Geschehen wie Rheuma, Asthma, Heuschnupfen oder  Hauterkrankungen usw.

 

Fasten    Frühjahrskur    Herbstkur    zum Reinigen, Entgiften, Entschlacken  oder einfach nur, um den Wohlstandsspeck zu reduzieren.